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Aber wie das nun mal so mit Regeln ist .....

Jetzt sind es schon genau 4 Monate, dass Maxi in Neuseeland ist.   Ich war erstaunt, denn vom Gefühl würde ich deutlich mehr sagen.  Aber das ist auch gut so, es fühlt sich richtig und so ganz normal an - für beide Seiten.
Im Oktober gab es leider mal eine Zeit, die nicht so schön war und wir auch lang überlegt haben, ob wir es Maxi überhaupt sagen. Als er geflogen ist stellten wir eine Regel auf- es passiert nichts und es wird schon gar nicht gestorben in diesem Jahr.    Wir haben zusammen überlegt wie geht man damit um, wenn doch mal was ist? Was und wie sagt man es? Ich denke es ist situationsabhängig, es gibt Dinge die kann man in einem Anruf sagen, aber es wird auch Dinge geben, wo es nicht so einfach ist und man evtl. auch noch jemanden vor Ort braucht. Da hoffe und bete ich, dass wir nicht in diese Situation kommen. 
Seine Uroma ist überraschend im Oktober gestorben. Wir haben uns entschieden, es ihm in einem Facetime Anruf zu sagen. Maxi kann das gut einschätzen und differenzieren. …

Happy 18th Birthday

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Das ist nach dem „Geburtstag“ wohl der bedeutendste Geburtstag für Eltern und Kind. Man überlegt in all den Jahren immer mal wieder, wie man diesen Tag gestaltet, was ihn zu einem Highlight zum „Erwachsenenleben“ macht. Das Maxi diesen Tag am anderen Ende der Welt ohne Familie verbringt, das hatten wir nie im Plan. Aber für ihn macht es das auf jeden Fall zu einem ganz besonderen Tag. Zur Zeit sind auch in Neuseeland Ferien und Maxi befindet sich auf einer Südinsel Tour. Neben vielen Erlebnissen hat er den für ihn wichtigsten Menschen, seine Freundin Lea, an seiner Seite. 

Wir hatten überlegt ihm ein Überraschungspaket zu senden, aber Kosten, Aufwand und vor allem Zoll haben uns den Gedanken schnell verwerfen lassen. Im Endeffekt hat er dann deutlich mehr davon, wenn wir ihm diese Kosten auf sein Konto tun. 
Zum Thema Konto möchte ich an dieser Stelle mal erwähnen, das das mit der DKB Visa Card super funktioniert. Es geht sehr schnell und einfach, sowohl für uns, als auch für Maxi.

Alltag mit Highlights

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Nach 55 Tagen ist es schon erschreckend normal das Maxi in Neuseeland ist. Aber es fühlt sich - zumindest meistens- sehr gut an. Es herrscht einfach eine gewisse Grundordnung im Haus - und das gefällt mir äußerst gut ;) Ich musste feststellen, dass mein Alltag deutlich an Maxi orientiert war und ich jetzt auf einmal jede Menge Freizeit habe. Was macht man damit? Mein erster Gedanke war extrem Couching und Netflix ;) Vielleicht mehr arbeiten? - Ich habe eine 60% Stelle + einen 450€ Job in der Klinik. Mehrarbeit wäre eine Möglichkeit gewesen, aber aktuell ist mein Job zeitlich genau perfekt und das wollte ich nicht ändern. Sport war dann die ideale Lösung für mich. Ich versuche 3x die Woche Joggen zu gehen und besuche 1x einen Deep Work Kurs. Es macht Spaß, ich kann sehr gut abschalten und tue was nur für mich. :)
Highlights sind definitiv FaceTime Gespräche mit Maxi, auch wenn es nur sehr sporadisch ist. Zum Glück gab es schon 3 Geburtstage in der Zeit, so dass FaceTime Pflicht war. ;)


Ich d…

Schwerer als gedacht

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Die ersten zehn Tage waren sehr ungewohnt und voll gemischter Gefühle. Ich hatte nicht mal im Ansatz eine Idee, wie man das als Blogeintrag beschreiben soll. Der ganze Stress der letzten Wochen war vorbei und auf einmal war alles ruhig und leer. Ich hätte nie gedacht, dass es so schwer ist. Es ist eben nicht wie Klassenfahrt oder Trainingslager, du weißt ganz genau, dass es jetzt ein Jahr dauert, bis er wieder zu Hause ist.  Du siehst die Jacke am Haken und dir kommen die Tränen. Ständig schaut man gespannt aufs Handy, ob es irgendwelche Nachrichten gibt. Aber der Sohnemann macht sich sehr rar. Ist das jetzt ein gutes oder schlechtes Zeichen??  Aber nach 17 Jahren kennt man sein Kind und ich weiß, er wird sich melden, wenn es nicht gut laufen würde. 



Nach den ersten FaceTime Gesprächen und Fotos war klar- es geht ihm richtig gut. Die Gastfamilie hat ihn super aufgenommen, die ersten sozialen Kontakte sind geknüpft und das neue Leben ist spannend und schön. Das macht uns als Eltern natürli…

Abschied

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Am 16.07. ca 21:00 Uhr hiess es jetzt erstmal Abschied nehmen für eine lange Zeit. Der Tag verlief sehr emotional für uns, aber mit Betreten des Flughafens fühlte sich alles richtig an. Check in und Kofferabgabe waren schnell erledigt und die Zeit des endgültigen Abschiednehmens kam. Am 17.07. um 10:15 ein kurzer Anruf aus Hongkong- erste Strecke war anstrengend, aber gut. Den nächsten Flug konnte man nebenbei ganz gut verfolgen, daher zog er sich für mich ewig. Um Mitternacht dann der Anruf aus Auckland- gut auf neuseeländischem Boden angekommen. Nach weiteren 4 Stunden war Wellington erreicht. Die Eltern waren glücklich und Maxi völligst übermüdet.



Die ersten zwei Tage wurden mit der Study Nelson Gruppe in einem Hostel verbracht. Es gab viele Infos und schöne Aktivitäten. Wir waren froh diese Tage dazu gebucht zu haben, es hat das Ankommen und den Jetlag deutlich erleichtert. Am 19.07. ging es dann abends in die Gastfamilie.

Schlaflose Nächte - Übergewicht -und viel zu viel Kaffee

Heute in 2 Wochen ist es soweit. Bei mir ist das eine Mischung aus Vorfreude, aufgeregt sein und Panik. War es wirklich so eine gute Entscheidung? Wird er das allein schaffen? Wird er liebevoll aufgenommen? Was wenn er Heimweh hat? Das alles lässt mich nicht mehr richtig schlafen. Ich esse viel zu viel - vor allem nur Ungesundes für die Nerven. Mein Kaffeekonsum hat sich verdoppelt und auch eine Vorliebe für Energiedrinks (nur zero) hat sich entwickelt.  Man fragt sich ständig, haben wir was vergessen, brauchen wir noch was?? Kleinigkeiten fallen einem immer noch ein. Noch eine Jacke, neue Schuhe-hast du genug Klamotten? Aber die wirklich wichtigen Dinge sind (hoffentlich) erledigt.
Eigentlich wollten wir die Zeit genießen. Letzte  Verwandten- und Freundebesuche, nochmal zum  Stammitaliener, grillen, Geocachen… Aber immer liegt diese Spur Abschied in der Luft. Freude und Tränen sind nah beieinander. Das Abschiedsbuch füllt sich und der Koffer auch. Jeder sagt: "Ach wie toll. Er wird re…

Nur noch 3 Wochen

Nach dem Abschiedsparty Jetlag - es hat wirklich noch 5 Tage angehalten - haben wir die Gastfamilie kontaktiert.Als wir nach einer Woche immer noch keine Rückmeldung hatten, wurde ich schon etwas unruhig. Maxi dagegen wirkt äußerlich immer noch sehr entspannt. Ab und zu merkt man es jetzt aber doch, das er nicht mehr ganz so relaxed ist. Lea brachte uns dann auf die Idee, das die Mail wahrscheinlich im spam gelandet ist (war auch bei ihr der Fall). Also haben wir nochmal Kontakt über sms und WhatsApp aufgenommen und prompt eine Antwort erhalten. Nach erstem Austausch bin ich weiterhin beruhigt, das alles gut laufen wird. Kat ist wohl sehr erfahren mit Austauschschülern und auch ihr Sohn macht einen guten Eindruck. Ich muß hier ja zugeben, das ich mich erstmal auf diversen sozialen Plattformen - Maxi sagt gestalkt, ich nenne es informiert- habe. Ich möchte schon gern wissen, wo und  wie mein Kind das nächste Jahr leben wird.  Nachdem alles jetzt so weit geklärt ist, bin ich doch deutlich en…